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Der Sommer 68, Tag für Tag nachgezeichnet in Le Temps, The Storyteller im Sinne eines Geschichtenerzählers.

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The Storyteller

Im Juli und August 2018 habe ich die Archive des Journal de Genève und der Gazette de Lausanne durchstöbert, um die Geschichte der Proteste nachzuzeichnen, die vor 50 Jahren im Juli und August 1968 in der Schweiz und im Rest der Welt stattfanden. Die Arbeit führte zu 39 Artikeln à je ca. 3500 Zeichen, die in der Print-Version von Le Temps sowie in einem Web-Dossier mit zahlreichen Multimedia-Ergänzungen erschienen. Siehe hier: https://www.letemps.ch/dossiers/lete-68-jour-jour


Sämtliche Artikel wurden systematisch geteilt und auch auf Facebook und Twitter verwertet, und zwar im persönlichen Stream wie auch in jenem von Le Temps.

 

Der Mai 1968 hat zwar das Bewusstsein geprägt. Betrachtet man aber die Protestbewegung, so ist das ganze Jahr 1968 interessant, vom Prager Frühling über deutlich zutage tretende soziale Entwicklungen in der Schweiz bis hin zu den Olympischen Spielen in Mexiko.

 

Der Grundsatz lautete: Am 2. Juli 2018 soll die Rede sein von den journalistischen Inhalten, die am 2. Juli 1968 geliefert wurden, und so weiter Tag für Tag bis am 24. August.

 

Das Projekt wurde ab Mai umgesetzt mit einer minutiösen Durchforstung der Printarchive des Journal de Genève und der Gazette de Lausanne, den Vorgängern von Le Temps, und einer anschliessenden Auswahl von einem oder zwei Artikeln pro Tag mit dem Ziel, sie kritisch miteinander zu vergleichen.

 

Ergebnisse: zahlreiche Rückmeldungen der Leserinnen und Leser der Printausgabe, dazu das Interesse von Dodis (Diplomatische Dokumente der Schweiz) an den Inhalten zur Tschechoslowakei aus Sicht der Schweiz.

 

Die grösste Schwierigkeit war das Beschaffen von Original-Bildmaterial. Das war eine kostspielige Angelegenheit, und manchmal war es schwierig, wirklich interessante Fotos mit einem direkten Bezug zum Thema zu finden. Ich durfte aber auf die Unterstützung durch ein Team von jungen Bildspezialisten zählen, die sehr motiviert waren, eigene Nachforschungen anzustellen und ihre historischen Kenntnisse über die Epoche zu vertiefen.

 

Wenn dieses Projekt einen Preis verdient, dann sicher deshalb, weil die Arbeit einen langen Atem voraussetzte, gut drei Monate zusätzlich zum «business as usual», von einem 58-jährigen Journalisten, nämlich mir, der schon sehr früh auf das Web eingeschwenkt ist, konkret vor zehn Jahren, und der seither den digitalisierten historischen Korpus von Le Temps nutzt.

 

Dauer des Projekts:

Acht Wochen, vom 2. Juli bis 24. August 2018

 

Namen der Projektmitarbeitenden:

Olivier Perrin

Le Temps

Chef vom Dienst

 

Abteilung:

Web + Produktion/Edition

 

Firma/Firmen:

Le Temps