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Blick Audio: Die Podcasts der Blick-Gruppe

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The Innovator

Einen Blick-Artikel unter der Dusche lesen oder ein Video auf Blick.ch anschauen, während man mit dem Velo zur Arbeit fährt? Schwierige Angelegenheit! Warum also nicht den User zum Hörer machen und den Blick aufs Trommelfell werfen? Nach ersten Gehversuchen mit einem Hintergrund-Podcast Ende 2017 starteten wir im Sommer 2018 mit einer Podcast-Familie, die schon drei Mitglieder zählt: den «Popcast» über popkulturelle Phänomene, den Sex-Podcast «Fux über Sex» und Talks zur Schweizer Nati.


Welche Geschichten haben wir noch nicht erzählt? Und welche Wege gehen andere Medienhäuser? Welche Kanäle ausserhalb des Visuellen haben wir noch nicht aufgetan? Und – radikal vom User her gedacht – wie will ein junger Mensch heute Blick-Inhalte konsumieren?

 

Die Antwort auf diese Frage fand sich in den Podcasts wieder.

 

Die Reaktion folgte prompt: Die Skepsis im Newsroom lässt sich gut mit dem Satz eines Redaktors beschreiben, der fiel als die Idee im Gespräch war: «Ich glaube nicht, dass der Blick-Leser Podcasts hören will!»

 

Ist dem wirklich so? Wer ist der Blick-Leser überhaupt? Und was, wenn der Podcast gar nicht für den Blick-Leser ist, sondern für Leute, die wir erst noch für die Blick-Gruppe begeistern wollen? Let’s give it a try!

 

Im Herbst 2017 startete Redaktor Vinzenz Greiner mit einem Erklär-Podcast zur Zeitumstellung den Versuch, Audio als Kanal für die Blick-Gruppe zu öffnen. Unterstützung bekam er dabei vor allem von Katia Murmann, Digital-Chefin des Blicks, die der Skepsis keinen, der Kreativität aber viel Raum liess. Nach drei Erklär-Audio-Beiträgen, die mithilfe des damaligen Ringier-Journalistenschülers Carlo Lardi umgesetzt wurden, begann Vinzenz Greiner im Storytelling-Ressort unter Leiter Spiridon Petridis Ideen zu sammeln und ein Konzept für Podcasts zu entwerfen. Dabei war wichtig: Die Blick-DNS muss erhalten bleiben. Wir wollen unsere Kompetenz in Schallwellen bündeln. Und wir wollen ein Format, das mittel- bis langfristig auch monetarisierbar ist – etwa über Sponsoring.

 

Während dieser Konzeptionsphase, in der Spiridon Petridis, Katia Murmann und Janosch Tröhler involviert waren, kam auch im People-Ressort die Idee für einen Podcast auf. Gemeinsam mit dem People-Redaktoren Manuel Kellerhals und Vanja Kadic wurde der «Popcast» entwickelt und aufgesetzt. People-Online-Leiter Tom Wyss signalisierte hier seine Unterstützung und gab sie auch. In Abspache mit dem Sport-Ressort entstand die Idee, die Tonspur von Livestream-Talks zweitzuverwerten. Sex-Expertin Caroline Fux war nach der ersten E-Mail Feuer und Flamme für die Idee.

 

Technische Unterstützung bekam das Podcast-Team von den Ressorts Video und Technik, die Sprechkabinen und das Web-TV-Studio für Aufnahmen zur Verfügung stellten. Mit Radio Energy konnte im Herbst eine Einigung in Bezug auf die Nutzung von Studios erreicht werden. Problematisch ist, dass die Podcasts nach wie vor auf Skepsis stossen – wie vieles, was über den normalen News Alltag hinausgeht, der ohnehin schon viel Stress und Druck mit sich bringt.

 

Die Podcasts können sich allerdings im Ergebnis sehen lassen. Sie alle richten sich an ein jüngeres Publikum, das die Blick-Gruppe ohnehin für sich zu erschliessen sucht. Wir rollen mit den Nati-Talks den Teppich aus, um Audio-affine Sportfans abzuholen und auf die Website Blick.ch zu bitten. Der «Popcast» bespielt die Nische der urbanen, popkulturell interessierten Schweizer. Der Podcast «Fux über Sex» weitet die Sex-Beratung aus und bringt sie auf die Ebene des Kaffee-Bar-Gesprächs.

Das Projekt der Blick-Podcasts hat den Ringier-Award aus mehreren Gründen verdient. Es zeigt, dass Kreativität und Intrapreneurship fruchten, wenn man nur den Raum für Kreativität lässt. Damit ist es ein Ansporn für jeden Mitarbeiter, der über Tellerränder hinweg sehen möchte. Wir gehen mit dem Projekt in die Zukunft des Blicks: wir nutzen zeitgenössische Technologien, verbreiten die Marke über Spotify und iTunes und sprechen eine Leserschaft an, die wir bisher nur teilweise für den Blick gewinnen konnten. Und zu guter Letzt ist das Projekt-Podcast so Blick-like wie es nur geht. Denn der Blick will überraschen und genau das tut er mit diesem neuen Angebot.

 

«Pro & Konter» – Folge 1: Soll Juventus Turin Ronaldo vom Platz nehmen?
http://blick.ch/8959299?utm_source=blick&utm_medium=social_user&utm_campaign=blick_app_iOS
 

https://www.blick.ch/interaktiv/audio/

Dauer Start bis Abschluss Projekt:

Im Februar wurden grundlegende Überlegungen für Blick-Podcasts angestellt.

Ende April/Anfang Mai begann die Konzeption des «Popcasts», ein erster Pilot wurde Mitte Mai produziert. Die erste Folge des «Popcasts» ging am 15. Juni on air.

Die Planung für den Nati-Talk begann Anfang Juni. Zur WM-Partie Schweiz-Brasilien startete der «Nati-Talk».

Die Planung für den Sex-Podcast begann Ende Juni. Am 12. Juli erschien die erste Folge von «Fux über Sex».

Die einzelnen Folgen sind abgeschlossen, die einzelnen Podcast-Formate laufen weiter.

 

Namen der Projekt-Mitarbeitenden:

Vanja Kadic

Manuel Kellerhals

Vinzenz Greiner

Spiridon Petridis

Janosch Tröhler

Caroline Fux

 

Abteilung:

Storytelling, People, Lifestyle, Project Management Editorial

 

Firma/Firmen:

Blick-Gruppe