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Beobachter Prix Courage 2018

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The Storyteller

Der Beobachter zeichnet jedes Jahr mutige Menschen mit dem «Prix Courage» aus. Für die Ausgabe 2018 realisierte Beobachter Bewegtbild die Videoporträts der Nominierten. Dabei sind acht journalistisch wie filmisch hochwertige Porträts entstanden, in denen die Geschichten der Prix-Courage-Kandidaten Social Media gerecht erzählt werden – persönlich, berührend und eindrücklich.


Ausgangslage:

Die Nominationen für den Prix Courage standen Mitte Juli fest, der Wahlprozess wurde Anfang September lanciert. Wir hatten also nur wenige Wochen um neben dem Tagesgeschäft das Konzept zu erarbeiten, die Drehtage und Postproduktion zu koordinieren und alles umzusetzen. Eine zusätzliche Herausforderung war, dass eine Protagonistin im Kosovo lebt und dort vor Ort gedreht werden musste.

 

Umsetzung:

Die Porträts wurden von Beobachter Bewegtbild realisiert, in Zusammenarbeit mit dem Ringier-WebTV- und Creative-Team. Es lag uns viel daran, nicht auf die Tat oder den Schicksalsschlag zu fokussieren, sondern die mutigen Menschen ins Zentrum zu stellen. Wir wollten den Geschichten das Gewicht geben, das ihnen zusteht, ohne sie schwer werden zu lassen. Überdies sollten die Porträts aufzeigen, warum die Taten der Protagonisten über ihren jeweiligen Fall hinausweisen.

Unsere Kandidatenporträts widerspiegeln den Anspruch des Beobachters auf qualitativ hochstehenden Journalismus. Durch die gleichzeitig Social Media gerechte Umsetzung erschliesst sich der Beobachter als Marke zudem Zugang zu Interessengruppen, die sich in den entsprechenden Themengebieten engagieren (z.B. Kampf gegen sexuellen Missbrauch, gegen die Diskriminierung von Frauen, Unterstützung für Whistleblower).

 

Der «Prix Courage» gehört zur DNA des Beobachters und entwickelt Jahr für Jahr eine grosse Strahlkraft. Entsprechend wurde die Nomination der Kandidaten von zahlreichen anderen (nationalen wie lokalen) Medien aufgenommen.

Die Videos wurden auf Facebook publiziert und in einem Übersichtsartikel zum «Prix Courage» auf Beobachter.ch eingebettet. Die Verweildauer ist kaum zu toppen. Bei sieben der acht Videos liegen die Werte nach drei Viertel der Abspieldauer zwischen 74,7 und 93, 8 Prozent:

 

Thomas Walther: 93,8 Prozent

Morena Diaz: 89,9 Prozent

Trix & Wendy Marthy: 83,6 Prozent

Pascal Erlachner: 78,6 Prozent

Natalie Urwyler: 77,7 Prozent

Adam Quadroni: 76,5 Prozent

Markus Zangger: 74,7 Prozent

Xhevahire Balaj: 41,7 Prozent

 

Diese Werte sprechen sowohl für die hervorragende Machart der Videos, wie auch für die Relevanz der Geschichten: Beim «Prix Courage» handelt es sich um ein Kernthema des Beobachters und dies wird von den Usern entsprechend honoriert.

Dass die Verweildauer einzig beim Video über Xhevahire Balaj deutlich tiefer ausfällt (41,7 Prozent), dürfte sich durch die Sprachbarriere erklären lassen: Viele von Balajs Landsleuten (sie lebt und arbeitet im Kosovo) dürften nach einer Weile weggeklickt haben, weil Balaj im Video deutsch spricht. Um dem entgegenzuwirken, haben wir den Clip nachträglich mit anwählbaren albanischen Untertiteln versehen.

 

Die grosse Herausforderung war sowohl den journalistischen Ansprüchen des Beobachters und der gesellschaftlichen Bedeutung des Themas wie auch den Menschen mit ihren Geschichten gerecht zu werden – all dies mit vertretbarem Aufwand.

Die teilweise sehr intimen Geschichten drehen sich um Leben und Tod, um sexuellen Missbrauch, Mobbing, Traumata und Diskriminierung. Der Respekt vor diesen Themen und den Protagonisten verlangt eine solide Gesprächsführung. Um diese zu gewährleisten, galt es, sich vorgängig mit jeder einzelnen der Geschichten eingehend auseinanderzusetzen.

Nur so liessen sich die meist mehr als einstündigen Interviews letztlich zu zwei- bis dreiminütigen Videos kondensieren, in denen die Essenz der Protagonisten und ihrer Geschichten erhalten bleibt.

Dank ausgezeichneter Redaktion, Montage und (Post)Produktion meistern die Porträts inhaltlich wie filmisch den Balanceakt, eine packende Nähe zu schaffen, ohne je ins Voyeuristische oder Reisserische zu kippen.

 

Unseres Erachtens verdienen die Videos den Award, weil sie zeigen, was im Videobereich trotz engem Kostenkorsett möglich ist, wenn handwerkliche Fachkompetenz, Teamwork und grosses persönliches Engagement zusammenkommen. Im Zuge der Realisation haben die Teammitglieder Ferien verkürzt, Feierabende und Wochenenden geopfert, um das Resultat noch ein bisschen besser zu machen. Überdies ist die Produktion ein Beispiel für hervorragende Zusammenarbeit zwischen RASCH, Ringier und externen Kräften (Ilir Hasanaj, Kamera im Kosovo; Marcel Gschwend aka Bit-Tuner, Filmmusik).

 

Adam Quadroni:

https://youtu.be/cVOY7zCIaag

 

Xhevahire Balaj:

https://youtu.be/TveJ4yC_DaI

 

Thomas Walther:

https://youtu.be/nex2n0d2XN8

 

Markus Zangger:

https://youtu.be/oLbzJ6W6_1M

 

Natalie Urwyler:

https://youtu.be/8z-mW1bkjQ0

 

Trix und Wendy Marthy:

https://youtu.be/Ugpo2ChpAJA

 

Pascal Erlachner:

https://youtu.be/DNuTl_rMgyg

 

Morena Diaz:

https://youtu.be/q-_SzLm9m4A

Dauer Start bis Abschluss Projekt:

Juni bis September 2018

 

Namen der Projekt-Mitarbeitenden:

Redaktion & Produktionsleitung:

Jenny Keller

Balz Ruchti

 

Kamera, Schnitt & Ton:

Philipp Fuchs

Sven Wüst

Ilir Hasanaj

Mario von Ow

 

Musik: Marcel Gschwend

 

Abteilung:

Beobachter Bewegtbild, in Zusammenarbeit mit dem Ringier-WebTV und Creative-Team

 

Firma/Firmen:

RASCH & Ringier